Mit Hunden leben
Man sollte meinen dass man als Tierarzt und nach mehr als 20 Jahren wissenschaftlicher Beschäftigung mit Hunden und Hundezucht informiert genug ist um bei der Auswahl der eigenen Hunde ziemlich sicher sein zu können dass man einen gesunden und wesensfesten Hund bekommt. Dem ist aber nicht oder nur bedingt so, denn Wissenschaft ist eine Sache, die eigenen Hunde und das Leben mit ihnen eine andere.
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Tara
Tara war mein erster Hund. Lang erträumt, sehnlichst herbeigewünscht. Und doch alles andere als ein Traumhund.
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Mimi
Mimi war eigentlich ein Überbleibsel. Sie war die einzige Hündin in Taras Wurf und fiel unter ihren Brüdern von Anfang an dadurch auf dass sie nur etwa halb so groß wie diese war. Und sie war auch nur halb so frech. Ein kleines, schüchternes und eher unzugängliches Ding. Alle potentiellen Abnehmer, die ich überreden konnte sich die Welpen einmal anzuschauen, übersahen die kleine Hündin geradezu und zeigten ausschließlich Interesse für die Rüden für die ich auch recht bald gute Plätze gefunden hatte. Aber niemand wollte Mimi haben. Und wenn ich selber darüber nachdachte einen der Welpen zu behalten dann drehten sich meine Gedanken eher um den kleinen Rolfi, einen ihrer Brüder, der ununterbrochen seinen Charme spielen ließ. Mimi hatte keinen Charme, sie war auch nicht besonders hübsch. Und sie ging niemandem zu, auch mir nicht. Trotzdem beschloss ich dann eines Tages sie zu behalten.
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Nicoline
Auf der Suche nach einer Gefährtin für Mimi, die nach dem Tod von Tara mit dem Alleinsein nur sehr schlecht zurechtkam, war ich auf Labradorretriever gestoßen. Ich hatte erstmals über diese Rasse im Zusammenhang mit ihrer Verwendung als Blindenhund gelesen wobei mich die für diesen Einsatz notwendige Wesensfestigkeit beeindruckt hat die es ermöglichst dass der Hund im Laufe seines Lebens zumindest zwei Besitzerwechsel psychisch unbeschadet übersteht.
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Shira
Die Entscheidung für Shira fiel nach einem langen Auswahlprozess. Genau genommen war es eigentlich ein Ausschlussverfahren. Nach Mimis Tod wollte ich mir mit einem neuen Hund Zeit lassen, wollte im Grunde mal wieder probieren wie es ist, nur einen Hund zu haben.
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Dela
Dela ist der jüngste und neueste unserer Hunde. Und sie ist eigentlich noch ein ganz unbeschriebenes Blatt. Dem Charme des Welpenalters gerade erst entwachsen ist sie gerade dabei ihre Persönlichkeit zu entwickeln und zu testen. Als Testobjekte dienen ihr Herrchen, Frauchen und Shira. Auf den stärksten Widerstand stößt sie bei .....Shira, wir müssen es uns ehrlich eingestehen.
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Ivy
Nachdem es klar war dass wir mit Dela nicht züchten wollten stellte sich die Frage nach einem weiteren Hund denn irgendwann in den nächsten Jahren wollten wir schon noch einmal junge Hunde großziehen. Damit aber stellte sich auch die weit schwierigere Frage nach der Rasse. Mein Mann tendierte stark in Richtung von Terriern, ich aber war wegen des ungebärdigen Verhaltens von solchen die ich kennengelernt hatte und deren oft ausgeprägten Jagdpassion recht skeptisch. Obwohl uns beiden z.B. Borderterrier als vergleichsweise naturbelassene Rasse vom Charakter und Aussehen her gut gefielen war die Tatsache dass sie nach wie vor als Jagdhunde verwendet werden für uns ein Ausschließungsgrund. Um eine lange Geschichte mit vielen Überlegungen und manchem hin und her kurz zu machen: Nach gründlicher Recherche habe wir uns für einen Irish Terrier entschieden und so kam Anfang Juni 2004 Ivy Eyleen vom Lenzholz im zarten Alter von 10 Wochen zu uns.
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In Memoriam: Dela
Im Juli 2006 wurde für uns der Albtraum aller Hundebesitzer wahr. Wir mussten unsere wenige Tage zuvor noch scheinbar völlig gesunde Schapendoeshündin Dela wegen einer unheilbaren Nierenerkrankung im Alter von gerade mal dreieinhalb Jahren einschläfern lassen. Wie bei chronischen Nierenerkrankungen üblich, war der Beginn der Erkrankung, der wohl schon längere Zeit zurücklag, schleichend, unauffällig und unspezifisch...
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